#DiversityDrivesData: Mit dem „Women in Data“-Stipendium für mehr Frauen in der Datenbranche

In Kooperation mit Telefónica Deutschland / o2 hat StackFuel das „Women in Data“-Stipendium ins Leben gerufen, das Frauen unter dem Motto #DiversityDrivesData eine Online-Weiterbildung zur Data Analystin im Wert von je 2.990 Euro inklusive Mentoring finanziert.

Wir leben in einer digitalen Welt, die niemals schläft. In jeder Minute eines jeden Tages kaufen Konsument:innen weltweit für eine Million US-Dollar online ein, tätigen 1,4 Millionen Video- und Sprachanrufe, teilen 150.000 Nachrichten auf Facebook und streamen 404.000 Stunden Video auf Netflix.1 Jede Stunde werden mehr Daten erzeugt als in einem ganzen Jahr, 20 Jahre zuvor.² Dieser rasante technologische Fortschritt, den wir selten bemerken, aber täglich nutzen, wird hauptsächlich von Männern gemacht.  Gerade einmal 25 Prozent der Jobs im MINT-Bereich (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik) sind von Frauen besetzt und in der Datenbranche kommen wir auf schmale 15 Prozent. Dadurch kommt die weibliche Perspektive noch oft zu kurz. Teams, die nicht divers sind, orientieren sich bei der Entwicklung von Produkten oder Dienstleistungen oft am Durchschnittsmann und nicht an den Bedürfnissen aller Geschlechter. Für uns bedeutet das: Es ist Zeit zu handeln.

 

Daten bestimmen heutzutage über den wirtschaftlichen Erfolg oder Misserfolg von Unternehmen. Dabei sind Datentalente nicht nur in der IT-Abteilung zu finden, sondern auch in anderen Abteilungen wie Marketing, Logistik, HR oder Finance. Datenprofis sind gefragter denn je und selbst zum Datenexperten zu werden, ist durchaus einfacher als gedacht: Um Frauen* den Weg in die Welt der Daten zu erleichtern und sie mit den Fähigkeiten zu versorgen, die sie für den Einstieg in die Datenbranche benötigen, haben wir bei StackFuel zusammen mit Telefónica Deutschland / o2 das “Women in Data”-Stipendium ins Leben gerufen, das 50 Frauen eine Weiterbildung zur Data Analystin ermöglicht.

*Wir verwenden den Begriff „Frauen“ inklusiv und beziehen ihn auf alle Menschen, die sich als Frau identifizieren. Während sich dieses Stipendium explizit an Frauen richtet, sind auch alle nicht-binären oder genderqueeren Menschen eingeladen, sich zu bewerben.

(Klicke hier, Du mehr über den Beruf des Data Analysts, typische Aufgaben, Gehalt und Karrierechancen erfahren möchtest.)

Warum die Datenbranche mehr Frauen braucht

„Eine Welt, die für alle funktionieren soll, können wir nicht ohne Frauen entwerfen“, schrieb die britische Autorin Caroline Criado-Perez in ihrem Buch „Unsichtbare Frauen: Wie eine von Daten beherrschte Welt die Hälfte der Bevölkerung ignoriert“.

Die IT-Branche gilt als eine der am schnellsten wachsenden Industriezweige und schon heute existieren mehr unbesetzte IT-Stellen als Absolvent:innen, um den wachsenden Bedarf des Arbeitsmarktes zu decken. Obwohl so dringend Nachwuchs benötigt wird, soll laut einer Accenture Studie die Anzahl an Frauen in diesem Bereich in den nächsten zehn Jahren weiter schrumpfen. Diversität in solchen Teams zu fördern, bedeutet deshalb keinesfalls weniger Männer, es bedeutet den Fachkräftemangel auszugleichen, indem auch andere Gesellschaftsgruppen in ihrer Qualifikation gefördert werden.

„Es gibt zahlreiche kompetente Frauen, die eine wirkliche Bereicherung in diesem Themenfeld wären“, sagt Nicole Gerhardt, Personalvorständin von Telefónica Deutschland / O2. „Wir wollen mit neuen Ansätzen wie dem Women in Data-Stipendium hier aktiv Barrieren aufbrechen und Frauen gezielt dazu ermutigen, sich in zukunftsrelevanten Berufen weiterzubilden“.

Was viele nicht wissen: Die erste Person, die einen Algorithmus entwickelte, war eine Frau, Ada Lovelace, eine britische Mathematikerin. Trotz alledem trauen sich auch heute, knapp 200 Jahre später, noch immer viele Frauen selbst keinen technischen Beruf zu. Zu groß sind die Sorgen vor Mathematik und dem weiten Feld des Programmierens. Dabei sind gerade Frauen besonders geeignet für Berufe wie den des Data Analysts, der so viel Kreativität, Detailorientiertheit und Kommunikationsgeschick erfordert. Der Job als Data Analystin ist nicht nur abwechslungsreich und bietet vielseitige, berufliche Chancen, sondern macht auch Spaß. Die bisherige Zurückhaltung wird vor allem für die Wirtschaft zu einer grundlegenden Herausforderung, wenn Frauen nicht aktiv gefördert werden. Es geht bei dieser Förderung deshalb nicht um eine Bevorzugung von Frauen, sondern darum den Aufbau gemischtgeschlechtlicher Teams voranzutreiben. Das Vollstipendium soll Frauen für die Arbeit mit Daten qualifizieren und damit für mehr Diversität und Nachwuchs in Datenteams sorgen. Die 50 ermittelten Gewinnerinnen erhalten eine Online-Weiterbildung zur Data Analystin inklusive Mentoring von StackFuel mit einem Gesamtwert von 150.000 Euro für das Jahr 2021.

Chancengleichheit und Diversität fördern

Viele Jobs, die typischerweise von Frauen gemacht werden, werden schlechter bezahlt und sind weniger anerkannt als männlich-dominierte Berufe. Obwohl viele Frauen berufstätig sind, werden auch heute noch etwa zwei Drittel der Hausarbeiten und des Familienmanagements von Frauen erledigt. Die Zeit titelte passend dazu in 2019, dass Frauen 4,5 Stunden³ unbezahlt arbeiten, und das jeden Tag. Wir können diese ungleichen Umstände nicht an einem Tag verändern, aber wir wollen sie berücksichtigen und aktiv Hindernisse beseitigen. Wir glauben fest daran, dass alle Frauen – unabhängig vom finanziellen Status oder ihren Hintergrund – die gleichen Chancen auf eine Karriere als Datenexpertin haben sollten.

Vor allem die Corona-Pandemie scheint Spuren bei der Gleichstellung hinterlassen zu haben: Ende 2020 haben etwa eine Million mehr Frauen ihren Job verloren als Männer, insgesamt macht das 5,4 Millionen Frauen.4 Das ist ein Grund mehr, warum wir gezielt Frauen fördern wollen. Wir wollen ihnen nicht nur die Rückkehr ins Berufsleben erleichtern, sondern ihnen auch eine große Flexibilität entgegenbringen, die ihr Alltag erfordert. Denn wenn diese Frauen übersehen werden, verpassen auch die Unternehmen kostbare Talente. Mit dem Stipendium möchten wir dazu beitragen, dass sich der Anteil von Frauen in Tech- und Datenberufen auf mindestens 50 Prozent erhöht und zur neuen Normalität wird. Die viermonatige, berufsbegleitende Weiterschulung zur Data Analystin im Wert von jeweils 2.990 Euro hat einen besonderen Fokus auf die Programmiersprache Python und beinhaltet ein fachliches Mentoring, dass die Teilnehmerinnen praxisnah auf ihre zukünftige Jobrolle vorbereitet. Zudem ist das Data Analyst Training zeitlich so flexibel, dass jede Frau selbst entscheiden kann, wann und wie viel Zeit sie an einem Tag oder in einer Woche aufwenden kann. Um möglichst viele Frauen für das Stipendium zu begeistern, wird es nicht nur auf Englisch, sondern auch auf Deutsch angeboten. Damit ist das “Women in Data”-Stipendium aktuell das einzige deutschsprachige Stipendium für Frauen zum Thema Daten in der DACH-Region. Zusätzlich zur berufsbegleitenden Weiterbildung zur Data Analystin werden die Stipendiatinnen durch ein fachliches Mentoring begleitet, das einerseits den Lernfortschritt sicherstellt und den Frauen andererseits die Möglichkeit gibt, jederzeit Fragen zu stellen und sich mit den anderen Gewinnerinnen auszutauschen. Die Lerninhalte sind besonders praxisnah mit interaktiven Formaten, realen Business Cases und Coding Challenges und bereiten die Teilnehmerinnen so auf ihre zukünftige Jobrolle als Data Analystin vor. Doch auch für Teilnehmerinnen, die die Arbeit mit Daten in ihren aktuellen Job einfließen lassen wollen, ist das Stipendium geeignet. Für die Teilnahme müssen keine größeren Vorkenntnisse mitgebracht werden.

„Datenanalyse gehört zu einem der begehrtesten Skills des Jahrzehnts. In fast allen Fachabteilungen wie Marketing oder Finanzen sind Expertinnen und Experten gefragt, die mit Daten umgehen können. Mit unseren Onlinetrainings bieten wir den Frauen gezielte Datenkompetenzen und tragen so direkt zu mehr Chancengleichheit und Diversität in der Digitalisierung Deutschlands bei“, sagt Leo Marose, CEO und Co-Founder von StackFuel.

Diversität bringt zahlreiche Vorteile für alle Beteiligten. McKinsey konnte in seinem Report „Delivering Through Diversity“ aus dem Jahr 2018 zeigen, dass gemischtgeschlechtliche Teams eine um 33 Prozent höhere Wahrscheinlichkeit haben, rentabel zu sein. Eine Studie der Harvard Universität kam zum selben Ergebnis und stellte zudem fest, dass diverse Teams  bessere Ergebnisse erzielen konnten als gleichgeschlechtliche Gruppen – ganz gleich, ob diese nur aus Männern oder nur aus Frauen bestanden. Dieses Bewusstsein besteht mittlerweile schon in vielen Unternehmen und wird bereits aktiv gefördert. Damit Diversität im MINT-Bereich nachhaltig gestärkt wird, ist es wichtig bestehende Vorurteile aus dem Weg zu räumen, dass Jungs und Männer in technischen Belangen Mädchen und Frauen überlegen wären. Ein wichtiges Mittel auf diesem Weg ist es Vorbilder zu schaffen und somit ein neues, nachhaltig diverses Bild von Berufsbildern zu prägen.

Lesen Sie den Artikel weiter auf der Seite von StackFuel und lernen Sie Women in Data kennen.

Originalartikel verfasst von Laura Redlich.

 
Kategorien: Allgemein
Ekaterina

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