{"id":14669,"date":"2022-02-14T21:06:46","date_gmt":"2022-02-14T20:06:46","guid":{"rendered":"https:\/\/www.womenintechev.de\/?p=14669"},"modified":"2022-02-14T21:09:41","modified_gmt":"2022-02-14T20:09:41","slug":"recap-speakup-mit-natalie-friedrich","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.womenintechev.de\/en\/recap-speakup-mit-natalie-friedrich\/","title":{"rendered":"Recap: #SpeakUp mit Natalie Friedrich"},"content":{"rendered":"<p>Natalie hat urspr\u00fcnglich Kunst studiert. Irgendwann stellte sie aber fest, dass sie das zu wenig herausfordert. Daraufhin hat sie sich dar\u00fcber informiert, was es sonst noch so gibt und hat schlie\u00dflich ein Computer Linguistics Studium angefangen, wodurch sie sich dann mit Programmieren besch\u00e4ftigen musste, was sie total cool fand.<\/p>\n<p>Anfangs traute sie sich nicht so viel zu und war unsicher, was sie wirklich kann. Sie merkte aber dann, dass ihr das Projektmanagement zugesagt hat und arbeitete dann als Scrum Masterin in verschiedenen Agenturen. Letztendlich ist sie Product Lead und betreut mehrere Teams mit mehreren Entwickelnden.<\/p>\n<p>Nebenbei ist sie ehrenamtlich f\u00fcr die Codingschule als Trainerin t\u00e4tig. Programmieren hat sie eigentlich nicht gelernt, kann aber Code durchaus lesen und sieht ihre Begabung nicht im eigentlichen Programmieren sondern im Verstehen von Code. Sie formuliert die Anforderungen f\u00fcr die Programmierung und findet es sch\u00f6n, dass diese dann entsprechend umgesetzt werden.<\/p>\n<p><strong>Das gesamte #SpeakUp mit Natalie kannst du dir hier ansehen:<\/strong><\/p>\n<p><iframe loading=\"lazy\" title=\"YouTube video player\" src=\"https:\/\/www.youtube-nocookie.com\/embed\/dCYM3Azr0zs\" width=\"560\" height=\"315\" frameborder=\"0\" allowfullscreen=\"allowfullscreen\"><\/iframe><\/p>\n<p>Ab Minute 10 sprechen wir dar\u00fcber, was <strong>Scrum<\/strong> eigentlich ist. Scrum kommt eigentlich aus dem Sport-Bereich. Es geht darum, ein Problem gemeinsam im Team zu bearbeiten. Natalie erkl\u00e4rt, wie Sprints ablaufen und sagt &#8220;Wenn du die Entwickler zwei Wochen in Ruhe l\u00e4sst, und ihnen wirklich nur begegnest, wenn sie konkrete Fragen haben und du diese Fragen l\u00f6st, dann geschehen Wunder! Und das finde ich auch das total coole an Scrum, weil es so ein m\u00e4chtiges Instrument ist. Zum einen gibt es den Entwicklern die M\u00f6glichkeit, total selbst\u00e4ndig zu arbeiten und zum anderen gibt es die Freiheit [&#8230;] diesen Freiraum zu nutzen und diese Arbeit der zwei drei Wochen zu erledigen.&#8221;<\/p>\n<p>Ab Minute 13:40 erkl\u00e4rt Natalie, was <strong>Agile<\/strong> bedeutet. Sie erl\u00e4utert vor allem den Unterschied zwischen dem klassischen Projektmanagement und dem Agilen Arbeiten. Die Besonderheit des Agilen liegt darin, schneller auf den Markt und die Produktentwicklung reagieren zu k\u00f6nnen. Ob Agile auch au\u00dferhalb von IT Projekten angewendet werden kann, erz\u00e4hlt Natalie, kommt immer sehr darauf an, in welchem Bereich es wirklich Sinn macht. Wenn wir auf Unternehmensebene gehen, muss es immer auch um Werte gehen, um die Unternehmenskultur, die h\u00e4ufig von &#8220;oben&#8221; kommen muss, was sich aber h\u00e4ufig als &#8220;Kampf gegen Windm\u00fchlen&#8221; herausstellt.<\/p>\n<p>Ab Minute 21 berichtet Natalie, dass Agile in gewissen Unternehmensbereichen einfach nicht umgesetzt werden kann, zum Beispiel in PR, Werbung und Marketing, wo ganz klassisch mit Deadlines gearbeitet wird. Da muss man lernen eine gemeinsame Sprache zu sprechen, denn es sind zum Beispiel Web-Entwicklung mit ihren Sprints und Marketing mit den klassischen Deadlines, die irgendwie zusammen kommen m\u00fcssen.<\/p>\n<p>Ab Minute 25 sprechen wir \u00fcber <strong>Natalies Bachelor-Arbeit<\/strong> im Bereich der Sprachwissenschaften, speziell mit Twitter-Bezug. Dabei ging es besonders um die unterschiedliche Kommunikation der Wissenschaft, wo meist mehr zitiert wird. Sie hat f\u00fcr ihre Arbeit Tweets darauf untersucht, ob sie in der wissenschaftlichen Kommunikation eher positiv, negativ oder neutral sind. Erstaunlicherweise lieferte ihre Forschung das Ergebnis, dass der Gro\u00dfteil wissenschaftlicher Tweets neutral war.<\/p>\n<p>Ab Minute 30 sagt Natalie, dass die Forschung dann doch nicht das war, was sie l\u00e4ngerfristig machen wollte. Sie erz\u00e4hlt dann, wie spannend sie <strong>Produktentwicklung<\/strong> findet und dass es daf\u00fcr eigentlich kein Studienfach oder Ausbildung. Eigentlich br\u00e4uchte es in der Produktentwicklung unbedingt jemanden, die Kenntnisse \u00fcber viele Bereich haben und eine neutrale Sicht auf die Dinge haben, um klare Aussagen zu treffen, welche Produkte und wie entwickelt werden sollten. Nur weil es f\u00fcr einen selber interessant klingt, hei\u00dft es nicht, dass ein Produkt f\u00fcr die Kunden wirklich richtig ist. Sie findet, es sollte ein eigenes Fokusfach f\u00fcr Produktentwicklung geben, in dem man dieses Wissen erlernen kann.<\/p>\n<p>Ab Minute 33 reden wir \u00fcber <strong>Diversit\u00e4t im Team<\/strong> und dass die Entwicklerbranche doch sehr m\u00e4nnerlastig ist. Natalie findet, man sollte bereits jungen M\u00e4dchen das Verst\u00e4ndnis daf\u00fcr geben, dass sie durchaus in eine technische Ausbildung gehen k\u00f6nnen und dass sie daf\u00fcr ein Interesse entwickeln k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Ab Minute 36 spricht Natalie \u00fcber ihre <strong>Arbeit in der Codingschule junior<\/strong>. Dort bringt sie Kindern und Jugendlichen das programmieren mit Scratch bei. Mit Scratch kann man spielerisch an die Programmierung herangehen und die Kinder lernen Grundkonzepte der Programmiersprachen, die sie sp\u00e4ter auch in Python u.\u00e4. umsetzen k\u00f6nnen. Bei ihren Kursen ist ihr aufgefallen, dass die Jungs eher laut und direkt sind und die M\u00e4dchen doch eher leise und zur\u00fcckhaltend. Sie hofft, die M\u00e4dchen insbesondere dazu zu animieren, dass sie ein Interesse am Programmieren bekommen, sagt aber auch, es ist \u00fcberhaupt nicht schlimm, wenn sie dann nicht weiter programmieren, aber wenigstens haben sie gesehen, dass es m\u00f6glich ist.<\/p>\n<p>Ab Minute 42 sprechen wir \u00fcber Natalies ersten Computer und &#8220;alte Zeiten&#8221; und dass Hardware sie eher gar nicht interessiert. Sie hofft f\u00fcr die n\u00e4chsten Jahre in der Produktentwicklung, dass die ganzen Daten der letzten Jahre und Jahrzehnte besser ausgewertet werden. <strong>&#8220;Wir brauchen mehr Leute, die sich durch ein Gewurstel von Daten durchwursteln.&#8221;<\/strong> sagt Natalie. <strong>Data Science<\/strong> ist ein durchaus interessanter Bereich und ein spannendes Feld zum Forschen. Sie hofft, dass der Trend dorthin geht, dass es weniger Generalisten gibt und viel mehr Spezialisten, denn die Expertise auf einzelnen Feldern ist super wichtig. Es muss auch die M\u00f6glichkeit geben, die Karriere nicht unbedingt nur auf Leadership ausgerichtet werden sollte, sondern dass auch Experte in einem Gebiet ein Karriereziel sein kann. Da findet sie agiles Arbeiten genau die richtige Arbeitsweise, denn kleine Teams k\u00f6nnen sich auch selbst gut managen.<\/p>\n<p>Bei Minute 51 erz\u00e4hlt Natalie aus ihrer <strong>Agile Coach Erfahrung<\/strong>, dass Hierarchiestrukturen auch hinderlich sein k\u00f6nnen. F\u00fchrungskr\u00e4fte sollten nicht einfach nur Aufgaben vergeben sondern auch Raum lassen f\u00fcr gemeinsame L\u00f6sungsfindungen. Warum m\u00f6chten manche Menschen nicht so gern Verantwortung \u00fcbernehmen? Natalie sagt, dass in agiler Arbeitsweise Fehler auch wichtig sind f\u00fcr die Weiterentwicklung von Projekten und Produkten.<\/p>\n<p>Natalie m\u00f6chte, dass Frauen den Mut haben, einfach zu machen. Sie sollen keine Angst vor Technik und IT haben und es ist wichtig, dass es Vorbilder und sichtbare Frauen in diesen Berufen gibt.<\/p>\n<p><strong>Folge Natalie auf Social Media:<\/strong><\/p>\n<p>Instagram:\u00a0@_lanatie<\/p>\n<p><strong>Bachelorarbeiten von Natalie:<\/strong><\/p>\n<p>Im Rahmen ihrer zweiten Bachelorarbeit forschte sie zu den Themen Sentiment Analysis und Altmetrics (<a class=\"ql-link\" href=\"https:\/\/arxiv.org\/abs\/1507.01\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">arxiv.org\/abs\/1507.01<\/a><a class=\"ql-link\" href=\"https:\/\/arxiv.org\/abs\/1507.01967\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">967<\/a><span data-void-detect=\"true\">;\u00a0<\/span><a class=\"ql-link\" href=\"https:\/\/altmetrics.org\/wp-con\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">altmetrics.org\/wp-con<\/a><a class=\"ql-link\" href=\"https:\/\/altmetrics.org\/wp-content\/uploads\/2015\/09\/altmetrics15_paper_18.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">tent\/uploads\/2015\/09\/altmetrics15_paper_18.pdf<\/a><span data-void-detect=\"true\">). Die Bachelorarbeit \u201cApplying Sentiment Analysis for Tweets Linking to Scientific Papers\u201d fasst alle Ergebnisse der Forschung zusammen. Im weiteren Verlauf forschte sie zudem zu Nutzerverhalten auf Social Media (<\/span><a class=\"ql-link\" href=\"http:\/\/www.koreascience.or.kr\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">www.koreascience.or.kr<\/a><a class=\"ql-link\" href=\"http:\/\/www.koreascience.or.kr\/article\/JAKO201831960580576.page\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">\/article\/JAKO201831960580576.page<\/a><span data-void-detect=\"true\">).\u00a0<\/span><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Natalie hat urspr\u00fcnglich Kunst studiert. Irgendwann stellte sie aber fest, dass sie das zu wenig herausfordert. Daraufhin hat sie sich dar\u00fcber informiert, was es sonst noch so gibt und hat schlie\u00dflich ein Computer Linguistics Studium angefangen, wodurch sie sich dann mit Programmieren besch\u00e4ftigen musste, was sie total cool fand. 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