{"id":14245,"date":"2021-10-13T08:07:28","date_gmt":"2021-10-13T06:07:28","guid":{"rendered":"https:\/\/www.womenintechev.de\/?p=14245"},"modified":"2021-10-13T20:28:59","modified_gmt":"2021-10-13T18:28:59","slug":"wie-macht-man-innovationen-und-technologien-weiblicher","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.womenintechev.de\/en\/wie-macht-man-innovationen-und-technologien-weiblicher\/","title":{"rendered":"Wie macht man Innovationen und Technologien weiblicher?"},"content":{"rendered":"<p><strong>Lies auch Teil 1:<\/strong> <a href=\"https:\/\/bit.ly\/3BdMwXS\">Wie erreicht man, dass sich mehr Frauen f\u00fcr Technik interessieren?<\/a><\/p>\n<p>Frauen in technischen Berufen sind nach wie vor in der Minderheit, dabei stecken in den MINT-F\u00e4chern viel Innvovationspotenzial und spannende Herausforderungen. Stereotype schr\u00e4nken unser Blickfeld ein. In vielen Bereichen, gerade auch bei den Innovationen. Das liegt vermutlich daran, dass Stereotype nicht nur auf das Geschlecht bezogen sind, sondern auch Innovationen selbst, beispielsweise in Deutschland, sehr einseitig wahrgenommen werden. Warum stehen heutzutage eher M\u00e4nner wie Elon Musk f\u00fcr Erfindergeist und Innovationskraft?<\/p>\n<p>Die Antwort liegt in dem Fokus der F\u00f6rderung und Anerkennung auf Innovationen im technischen Bereich und so gut wie nie auf Innovationen in Services, Gesch\u00e4ftsmodellen, Verfahrensweisen oder Organisationen. Dabei k\u00f6nnen Innovationen von jede*r erfunden werden.\u00a0Allein eine technische Entwicklung macht noch keine Innovation aus.<\/p>\n<p>Erfolgreiche Erfinderinnen hat es immer schon gegeben. Ada Lovelace die britische Mathematikerin formulierte 1843 die Grundidee der Informatik, die systematische Verarbeitung von Informationen und schrieb den ersten Algorithmus. Sie gilt als die erste Programmiererin der Welt. Hedy Lamarr entwickelte 1942 das Frequenzsprungverfahren, welches die Grundlage f\u00fcr Nachrichtentechnik, Bluetooth und WLAN darstellt. Bertha Benz finanzierte mit ihrer Mitgift das Automobil-Unternehmen ihres Mannes Carl Benz und wurde gleichzeitig zur ersten Autofahrerin der Welt. Den wenigsten ist bekannt, dass wegweisende Entwicklungen in der Technologie auf Frauen zur\u00fcckzuf\u00fchren sind, jedoch aufgrund von damaligen Gesetzeslagen Patente oder wissenschaftliche Ver\u00f6ffentlichungen nur von M\u00e4nnern eingereicht werden durften.<\/p>\n<p><strong>Doch warum fehlen sie <em>heute<\/em> an den entscheidenden Schnittstellen der digitalen Zukunft?<\/strong><\/p>\n<p>Eine Studie der BCG zum Thema Frauen und Innovation besagt, dass je mehr Frauen erwerbst\u00e4tig sind, desto mehr Innovationen gibt es in dem jeweiligen Land. Schweden, Island und Norwegen sind Spitzenreiter bei der Frauenerwerbsquote und verzeichnen im internationalen Vergleich \u00fcberdurchschnittlichen Wachstum und Innovationen.<a href=\"#_ftn1\" name=\"_ftnref1\">[1]<\/a> Die Gr\u00fcnde f\u00fcr eine eher mittelm\u00e4\u00dfige Frauenerwerbsquote in Deutschland und dass weniger Unternehmerinnen erfolgreiche Unternehmen gr\u00fcnden, sind vielschichtig. Stereotype in m\u00e4nnerdominierten Wirtschaftszweigen beeintr\u00e4chtigen das Selbstvertrauen von Frauen, was mehrere Studien als Hauptgrund kennzeichnen.<a href=\"#_ftn2\" name=\"_ftnref2\">[2]<\/a> Genau hier gilt es anzusetzen: St\u00e4rkung des Selbstvertrauens der Frauen in ihre Kompetenzen und F\u00e4higkeiten durch die Verringerung des Gef\u00e4lles bei Bildung, die Vernetzung mit Gleichgesinnten und der Sichtbarkeit von Role Models und deren Werdeg\u00e4ngen. Initiativen und Plattformen wie beispielsweise der gemeinn\u00fctzige Verein Women in Tech e.V., die es sich zum Ziel gemacht hat sich f\u00fcr mehr Diversit\u00e4t von M\u00e4dchen und Frauen in technischen Berufsfeldern einzusetzen, wird hierbei eine Schl\u00fcsselfunktion zugesprochen.<\/p>\n<p>Die Welt hat noch nie dringender innovative Zukunftsl\u00f6sungen gebraucht als heute. Der demografische Wandel, die Klimakrise und Nachhaltigkeit, globale Konflikte, ver\u00e4nderte Kommunikations- und F\u00fchrungsbed\u00fcrfnisse in einer hochdynamischen und immer st\u00e4rker vernetzten digitalen Welt, sind dabei nur ausgew\u00e4hlte Handlungsfelder.<\/p>\n<h2>Was sind die Zukunftsjob von morgen?<\/h2>\n<p>Der Arbeitsmarkt ist im Wandel. Die Jobs der Zukunft lassen sich allerdings nicht auf eine bestimmte Branche beschr\u00e4nken, ganz im Gegenteil. Durch digitale und automatisierte L\u00f6sungen werden viele manuelle Jobs verschwinden, die effizienter von Maschinen erledigt werden k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Dennoch werden Jobs in diversen Bereichen an Bedeutung gewinnen, die Roboter und Computer nicht \u00fcbernehmen k\u00f6nnen. In den sozial gepr\u00e4gten Bereichen, wie sie in der Pflege oder im Bildungssektor zu finden sind, wo Kreativit\u00e4t, Erfahrung, Fingerspitzengef\u00fchl und pers\u00f6nlicher Einsatz gefordert sind. Hierzu sagte Janina Kugel, ehem. Vorst\u00e4ndin bei der Siemens AG ganz passend, dass Empathief\u00e4higkeit, Kommunikation, Kreativit\u00e4t, Agilit\u00e4t und der Umgang mit Neuem und Unbekannten, das seien, was uns von den Maschinen unterscheide. Wichtig ist es, \u00fcber den Tellerrand hinaus zu blicken und in neuen Prozessen zu denken. Zuk\u00fcnftig wird ein gewisses technisches Verst\u00e4ndnis wahrscheinlich in allen Berufen ben\u00f6tigt werden. Homeschooling w\u00e4hrend der Corona-Pandemie ist ein akutes Beispiel hierf\u00fcr.<\/p>\n<p>Dennoch ist die IT-Branche wahrscheinlich am st\u00e4rksten von diesem Wandel betroffen. K\u00fcnstliche Intelligenz, das Internet der Dinge (IoT) und Industrie 4.0 werden immer mehr Teil unseres Alltags werden. Von autonomen Autos bis hin zu Da-Vinci-Robotern, denen Chirurgen bei Operationen assistieren, ist alles m\u00f6glich und denkbar. <strong>Daher werden Jobs wie Data Scientist, Datenbankmanager, Machine Learning Engineer und KI-Spezialkr\u00e4fte und Entwickler gefragter denn je sein.<\/strong><\/p>\n<p>Aktuell verzeichnen Deutschland und \u00d6sterreich noch einen KI-Fachkr\u00e4ftemangel. Dieser Mangel an Expertise hindert eine Vielzahl von Unternehmen daran, Projekte in den Bereichen KI und Big Data zu realisieren. Dies st\u00fctzt eine IDC-Studie aus dem Jahr 2018, laut dieser die H\u00e4lfte der Unternehmen Projekte wegen fehlender Expert*innen nicht umsetzen k\u00f6nnen, da keine Fachkr\u00e4fte f\u00fcr diesen Bereich zur Verf\u00fcgung st\u00fcnden.<a href=\"#_ftn1\" name=\"_ftnref1\">[1]<\/a> Die F\u00f6rderung von Frauen in diesen Bereichen k\u00f6nnte die Realisierung dieser Projekte bedeuten und damit zu einer steigenden Innovationskraft und Wirtschaftlichkeit dieser Unternehmen f\u00fchren.<\/p>\n<hr \/>\n<p><a href=\"#_ftnref1\" name=\"_ftn1\">[1]<\/a> Vgl. IDC, Studie: Mangel an Fachkr\u00e4ften bremst KI-Projekte aus, 2018<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref1\" name=\"_ftn1\">[1]<\/a> Vgl. BCG, Study: The Mix That Matters: Innovation through Diversity, 2017<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref2\" name=\"_ftn2\">[2]<\/a> Vgl. OECD, Study: The Pursuit of Gender Equality &#8211; An Uphill Battle, 2017<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Lies auch Teil 1: Wie erreicht man, dass sich mehr Frauen f\u00fcr Technik interessieren? Frauen in technischen Berufen sind nach wie vor in der Minderheit, dabei stecken in den MINT-F\u00e4chern viel Innvovationspotenzial und spannende Herausforderungen. Stereotype schr\u00e4nken unser Blickfeld ein. In vielen Bereichen, gerade auch bei den Innovationen. Das liegt vermutlich daran, dass Stereotype nicht <a href=\"https:\/\/www.womenintechev.de\/en\/wie-macht-man-innovationen-und-technologien-weiblicher\/\" class=\"more-link\">&#8230;<\/a><\/p>\n","protected":false},"author":119,"featured_media":14246,"comment_status":"open","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_acf_changed":false,"footnotes":""},"categories":[188],"tags":[233,306,305,184,212,302,296,307,93,194,283,186,308],"class_list":["post-14245","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-beitraege","tag-data-science","tag-deutschland","tag-fachkraeftemangel","tag-frauen","tag-informatik","tag-innovation","tag-innovative-technologien","tag-iot","tag-it","tag-oesterreich","tag-women-and-tech","tag-women-in-tech","tag-zukunftsloesungen"],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.womenintechev.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/14245","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.womenintechev.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.womenintechev.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.womenintechev.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/users\/119"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.womenintechev.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=14245"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.womenintechev.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/14245\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.womenintechev.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media\/14246"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.womenintechev.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=14245"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.womenintechev.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=14245"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.womenintechev.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=14245"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}